Viren

Manche von ihnen gleichen Kaulquappen mit langen Schwänzen. Andere sind rund oder stäbchenförmig. Vor allem aber sind sie winzig und äusserst gefährlich: Die Viren.



Böse Zungen behaupten, dass sie ein sagenhaft schmarotzerhaftes Dasein fristen. Denn im Gegensatz zu Bakterien, Pilzen oder Einzellern können Viren keine Nährstoffe aufnehmen. Sie besitzen keinen Stoffwechsel und sind deshalb unfähig, sich von alleine zu vermehren. Dazu behelfen sie sich fremder Zellen, die sie befallen. Dies macht die Viren für die Menschen so gefährlich. Denn wer die Viren angreift, schädigt sich in der Regel selbst.


V iren sind keine eigentlichen Lebewesen. Sie gehören irgendwie in den Grenzbereich zwischen belebter und unbelebter Natur. Vereinfacht gesagt bestehen Viren aus einer DNA oder RNA. Sie sind in eine Protein-Hülle eingebettete Information. Mithilfe von Molekülen auf dieser Protein-Hülle können sich Viren an eine Wirtzelle binden. Das genetische Material der Viren ist imstande, eine solche Wirtszelle so umzuprogrammieren, dass diese mit der Produktion neuer Viren beginnt.


Viren sind äusserst empfindliche Kreaturen: Trockenheit ist ihnen verhasst. Der Kontakt mit Seifenwasser ebenfalls. Und werden sie in einem Reagenzglas eines Forschers kräftig durchgeschüttelt, dann müssen sie diese Unachtsamkeit mit dem Leben bezahlen. Deshalb vollziehen die Viren die Übertragung von Mensch zu Mensch in einer geschützten Umgebung: Im Darm eines Insekts. In Nahrungsmitteln und Wasser. In Blut oder Sperma. In durch die Luft gehusteten Tröpfchen. Dass die Viren ihren Wirt unter Umständen grossen Schaden zufügen, scheint sie nicht zu kümmern. Infizieren sie rechtzeitig einen neuen Wirt, können sie ihr Überleben sichern.


Es gibt rund 5 000 unterschiedliche Virustypen. Mit Antibiotika ist den Viren nicht beizukommen. Die meisten Magen-Darm-Infektionen in der Schweiz werden von Viren verursacht. Viren sind verantwortlich für viele klassische Kinderkrankheiten wie Windpocken, Masern oder Röteln.


Viren sind winzig, nur rund 20 bis 30 Nanometer gross. Sie sind nur unter Elektronenmikroskopen erkennbar. Viren haben unterschiedliche Formen. Einige gleichen Kaulquappen mit langen Schwänzen. Andere sind rund oder stäbchenförmig.

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